BRÜCKENSCHLAG-BRASILIEN
Die Internetseite, die den Ärmsten im Nordosten Brasiliens zu Gute kommt!

OKTOBER 2009          

Bilder von der Wassernot und Wasserverteilung in Sao Francisco

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Seit Mitte Mai sieht es im Innern der Pfarrei so aus:
Nur Steine, Sand und trockener Busch.

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An einer der von uns eingerichteten Verteilerstellen warten die Leute auf den Traktor, der das Wasser bringt.

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Wir holen das Wasser aus dem großen Stausee „Pedra Redonda“, der einen Ausläufer in unserer Pfarrei hat – Wasser im Überfluss.

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Die Traktoren kommen zu der Stelle, wo unsere kleine Pumpanlage steht.

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Nun geht die Fahrt los.

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Am Rand des großen Wasser werden auch die Vögel gut versorgt.

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Jetzt kommt der Traktor mit dem Wasser an einer der Verteilerstellen an.

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In 10 Minuten laufen die 4000 Liter Wasser aus.

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Die 200-Liter-Tonnen werden mit Eimern gefüllt.

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Der Pfarrer beobachtet die Wasserverteilung.

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Jetzt geht es über die langen Wege nach Hause.

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Beim St. Franziskus-Fest war die Kirche
mit Fotos von der Wassernot dekoriert.

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Vor vielen Jahren wurde diese Wasserstelle von der Pfarrei gegraben: sie hat noch viel Wasser,
dort hat es mehr als an anderen Stellen geregnet.

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Die Pferdekarren mit den 200-Liter-Behältern warten im Schatten“.

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Bis jetzt steht dieses Wasser nur für die Anwohner aus der nächsten Umgebung  zur Verfügung.

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Ein kleiner 2-Takt-Motor pumpt das Wasser in die Tankwagen: 4000 Liter in 15 Minuten.

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Die Entfernungen zu den Verteilerstellen sind gross –
bis über 20 km.

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Selbst Muscheln gibt es an diesem riesigen Stausee.

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Der Tankanhänger wird etwas höher abgestellt, damit das Wasser in den 10.000-Liter-Behälter laufen kann.

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Jetzt kommen die Leute, um sich zu bedienen.

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Die Leute helfen sich gegenseitig, so dass
das Beladen schnell geht.

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Die Leute sind froh und dankbar für das kostbare Wasser, das ihnen gebracht wird.

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Überall dasselbe Bild: Sand, Steine,
trockener Busch.

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Eine Bildtafel zeigte dieselben Fotos dieser Sammlung.



Diocese de Oeiras – Estado do Piaui
          PARÓQUIA DE SAO FRANCISCO DE ASSIS

 

                                                                  im März 2009
An unsere Schwestern und Brüder der Kirchengemeinde St. Wilhelm !

          Die Fastenzeit hat begonnen, und wir sind wieder auf dem Weg nach Ostern. Seit vielen Jahren versuchen wir zu verstehen, dass das Fasten, das dem Herrn gefällt, das mit dem Armen geteilte Brot ist. So gibt es in St. Wilhelm wieder das Reisessen, dessen Erlös unseren Armen zukommt. Wir danken herzlich dafür, nicht nur für die materielle Hilfe, sondern auch für das Zeugnis, das wichtig ist für unseren eigenen Weg des Glaubens.

          Hier in Brasilien wird in der Fastenzeit immer die "Campanha da Fraternidade" durchgeführt, die Fastenaktion mit einem aktuellen Thema. Da wird nach dem Schema "Sehen-Urteilen-Handeln" ein Problem der brasilianischen Kirche und Gesellschaft angegangen. In diesem Jahr ist das Thema: "Brüderlichkeit und öffentliche Sicherheit  -  Der Frieden ist die Frucht der Gerechtigkeit". Ein Beispiel hier aus Sao Francisco: Vor zwei Wochen stellte die Polizei ein gestohlenes Motorrad  sicher, das hier unter der Hand weiterverkauft worden war. Einer der Gefängnisinsassen durfte am Samstag mit diesem Motorrad und ausgestattet mit einer Waffe in den Nachbarort fahren zu einem Überfall. Er wurde dort wieder festgenommen, aber der korrupten Polizei passiert nichts. So ist das hier mit der Sicherheit.

          Bei unseren friedlichen Bauern geht es in diesen Tagen darum, dass die Saat aufgeht und gedeiht. Die Regenfälle sind unregelmäßig, oft müssen die Bauern nachpflanzen. Aber alle sind voller Hoffnung, wie der Bauer, der nachts aufwachte, weil es anfing zu regnen - nun wusste er,  dass es auf seinem schon bepflanzten Feld sprießen würde. "Es gibt doch nichts Besseres als den Lieben Gott", war sein Kommentar. Man kann in diesen Tagen niemals wissen, wie das jährliche Abenteuer ausgeht, das die Bauern bis zu ihrer Ernte zu bestehen haben.

           Mit Sicherheit aber können wir schon jetzt sagen, dass wir eine gute Honigernte haben werden. Die Bienen sind fleißig wie noch nie. Jetzt, wo die Ernte erst beginnt, ist das Zentrallager schon überfüllt, und der erste Container in die USA wird vorbereitet. Bei soviel "Krise" brauchen die Amerikaner sehr viel süßen Honig, um durchzuhalten. Unsere Imkergenossenschaft hat in diesen Tagen das Zertifikat für organischen, d.h. Bio-Honig bekommen. Das wird den Preis verbessern. Unsere Techniker haben sich hart ins Zeug legen müssen in den letzten Monaten. Über 700 Imker mussten mit genauen Angaben über ihre Personen, ihre Bienenstände mit rund 19.000 Bienenstöcken und genauen GPS-Vermessungen im Computer erfasst werden. Nun kann jede Honiglieferung bis zu den einzelnen Bienenstöcken verfolgt werden. Bei diesen guten Bedingungen erwartet man etwa 250 Tonnen Honig.

          Die anderen Arbeiten laufen in diesen Tagen langsam. Zisternen kann man jetzt nicht bauen. Alles hängt vom Ablauf der Regenperiode ab, die noch etwa zwei Monate dauern muss. Wir alle hoffen, dass der Regen nicht vorzeitig aussetzt.

          So möchten wir allen unseren Schwestern und Brüdern eine gesegnete Fasten- und Osterzeit wünschen. Der auferstandene Jesus möge alle dort mit ihren Gemeinden segnen.

In herzlicher, dankbarer Verbundenheit grüßt Sie
Ihr Bruder in Christus
Padre Geraldo Gereon